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Das VARUS Jahr 2009

28.01.09

Detmold (lxlm). Das Varusjahr 2009 öffnet den Blick auf eine Neubetrachtung des Hermanndenkmals - auf Völkerverständigung und Internationalität - auf ein Europa der Menschen - auf ein fröhliches Europa, wo sich Familien, Kinder und Jugendliche aus allen Staaten in gemeinsamen Projekten begegnen. Das Land des Hermann ist mit seinem europaweit bekannten Kulturdenkmal – dem Hermannsdenkmal ein touristischer Magnet gleichermaßen für Kulturinteressierte wie für Aktiv-Touristen. Im Mai 2009 startet das Internationale Kulturprogramm Hermann 2009 mit einer hochkarätigen Veranstaltungsserie, die unter anderem ein eigens für das Varusjahr geschriebenes Musiktheaterstück von und mit Herman van Veen (Unicef - Botschafter) zeigt. Das Internationale Kulturprogramm Hermann 2009 bietet Kulturhighlights für jung und alt (von international besetzten Sommerkonzerten im Palaisgarten über Stadtinszenierungen in Detmold mit den Shademakers & The Lunatics bis hin zu Theater-, Kabarett- und Musicalaufführungen), unterhaltend, ergreifend, laut, leise und auch künstlerisch anspruchsvoll.

Mit einem imposanten Musikfeuerwerk, einer Lasershow und einer farbenprächtigen Illuminierung des Hermanndenkmals in Teutoburger Wald wurde das Varusjahr in der Silvesternacht eingeläutet. Die international erfolgreiche Eventagentur Flash Art Bielefeld führte die Beleuchtung mit Martin light Equipment durch.

Vor 2000 Jahren erlitten die römischen Legionen des Varus bei der Schlacht im Teutoburger Wald eine empfindliche Niederlage. Sie wurden 9 n.Chr. von den germanischen Stammesverbänden unter der Führung des Arminius so deutlich geschlagen, dass das römische Reich auf eine Eroberung Germaniens weitestgehend verzichtete. Nur so konnten sich die Germanen rechts des Rheins kulturell und sprachlich weitgehend eigenständig entwickeln.

Hermann, der Cherusker ist der Name, unter dem der antike Heerführer Arminius später bekannt wurde. Um Hermann entwickelte sich alsbald ein Mythos: Er galt als Gründer der deutschen Geschichte. Kaiser und Könige beriefen sich auf ihn, um ihre Herrschaft zu untermauern. Und sie nutzten den „Mythos Hermann“, um sich und die Deutschen von außen von anderen Völkern abzugrenzen.

Heute sind solche Abgrenzungen nicht mehr notwendig. Wir leben in einem Europa, in dem die Menschen aufeinander zugehen und sich mit Freude an der Vielfalt begegnen. Aus ehemaligen Feinden sind Freunde geworden, die gemeinsame Werte haben: Demokratie, Menschenrechte und Respekt vor der Kultur des anderen.

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BIRGIT ESSLING
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